Die Baufinanzierung ist für die meisten Menschen die größte finanzielle Verpflichtung ihres Lebens. Wer die Grundbegriffe versteht, trifft bessere Entscheidungen und spart über die Laufzeit oft fünfstellige Beträge. Zins und effektiver Jahreszins. Der Sollzins ist der reine Zins auf die Darlehenssumme. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich Kosten und Auszahlungsmodalitäten und macht Angebote vergleichbar. Vergleichen Sie immer den Effektivzins bei ähnlicher Zinsbindung und Tilgung. Tilgung und Laufzeit. Bei einem Annuitätendarlehen zahlen Sie eine konstante Rate aus Zins und Tilgung. Mit fortschreitender Rückzahlung sinkt der Zinsanteil, der Tilgungsanteil steigt. Eine höhere anfängliche Tilgung verkürzt die Laufzeit und reduziert die Gesamtzinslast deutlich. Zinsbindung und Anschlussrisiko. Die Zinsbindung legt fest, wie lange der Zinssatz garantiert ist. Nach ihrem Ende bleibt meist eine Restschuld, die zu dann gültigen Konditionen anschlussfinanziert wird. Eine lange Bindung schafft Planungssicherheit, kostet aber oft einen kleinen Zinsaufschlag. Eigenkapital und Nebenkosten. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto niedriger der Beleihungsauslauf und der Zins. Wichtig: Die Kaufnebenkosten – Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Maklerprovision – sollten idealerweise aus Eigenkapital bezahlt werden, da Banken sie ungern mitfinanzieren.