Viele Käufer kalkulieren nur mit dem Kaufpreis – und unterschätzen die Nebenkosten. Diese können leicht einen fünfstelligen Betrag ausmachen und müssen in der Finanzierung von Beginn an berücksichtigt werden. Grunderwerbsteuer. Die Grunderwerbsteuer ist meist der größte Nebenkostenposten. Sie liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises und ist Voraussetzung für die Eigentumsumschreibung. Notar- und Grundbuchkosten. Für Beurkundung, Abwicklung und Eintragung ins Grundbuch fallen zusammen etwa 1,5–2 % des Kaufpreises an. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt und bei allen Notaren gleich. Maklerprovision. Wird ein Makler eingeschaltet, fällt eine Provision an, die bei selbstgenutzten Wohnimmobilien seit 2020 meist hälftig geteilt wird. Der Käuferanteil bewegt sich häufig im Bereich von rund 3–3,57 % inklusive Mehrwertsteuer. Weitere mögliche Kosten. Hinzu kommen können Kosten für Finanzierung (z. B. Grundschuldbestellung), Gutachten, Umzug und erste Renovierungen. Planen Sie großzügig, damit nach dem Kauf keine Finanzierungslücke entsteht.